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Wärmflasche ohne Weichmacher

Ob bei kalten Füßen im Winter, Bauchschmerzen oder Zwicken im Rücken – immer wieder kommt das wohltuend warme Gummiding zum Einsatz. Bisher habe ich die Wärmflaschen immer in der Apotheke meines Vertrauens gekauft. Sie waren mit 5 Euro ziemlich günstig, aber leider nie besonders langlebig. Entweder brach mir der Verschluss ab, oder das Gummi löste sich auf. Ok, was will man auch bei so einem Preis erwarten? Schlechte Qualität und viel Weichmacher sind wohl inklusive.

 

Jetzt war es also mal wieder an der Zeit, dass sich die Oberfläche meiner Gummiflasche zerbröselt hat und ich mich nach einer neuen umsehen wollte. Bisher habe ich eine neue Wärmflasche nie wirklich gerne anfassen wollen. Nicht weil ich ein Gewohnheitstier bin und an bekanntem festhalten möchte, sondern weil die neuen Wärmflaschen nur so vor Weichmacher strotzten und ganz furchtbar nach Gummi stanken. Wohl war mir dabei nie.

 

Weichmacher

Weichmacher werden spröden Materialien zugemischt, damit sie weich, biegsam und dehnbar werden. Das können z.B. Kunststoffe sein, aber auch Lacke, Farben, Beschichtungen, Dichtungsmittel, Kautschuk- und Gummiartikel, Klebstoffe oder in der Textilverarbeitung. Das Risiko von Weichmachern für die Umwelt ist das Auswaschen und Freisetzen von Phthalaten, die schon 2007 in einer EU-Risikobewertung als persistent (langfristiges Fortbestehen), bioakkumulierend (sich im Organismus anreichernd) und toxisch (giftig) eingestuft wurden. Nicht alle Weichmacher haben gesundheitliche Auswirkungen. In der Kritik stehen vor allem solche, die auf Phthalaten basieren und oft spröden Kunststoffen beigemischt werden. Sie können Unfruchtbarkeit bei Männern verursachen, da sie Hormonen in ihrer Wirkung ähnlich sind und sie beeinflussen die Testosteron-gesteuerten Entwicklungsstufen. Zudem stehen sie im Verdacht, Diabetes zu verursachen.

 

Körnerkissen

Alles Gründe sich nach einer Alternative umzusehen, die weniger belastend für die Umwelt und den eigenen Organismus ist. Als erstes fallen mir die Körnerkissen ein. Mit unterschiedlichen Körnern gefüllt, können sie nicht nur zur Wärme-, sondern auch zur Kältetherapie genutzt werden. Sie bestehen vollständig aus ökologischen Materialien und sind z.B. mit Getreidekörner (Weizen, Roggen, Dinkel) oder Obstkernen (Trauben, Kirschen) gefüllt. Deswegen ein großer Vorteil bei den Bestandteilen. Leider ist die Handhabung etwas umständlicher. Für die „Zubereitung“ muss das ganze Kissen erwärmt werden, damit es gleichmäßig die Wärme in den Körnern speichern und wieder abgeben kann. Im Backofen dauert es lange und ist sehr umgleichmäßig. Das Kissen muss mehrfach bewegt und aufgeschüttelt werden, damit auch wirklich alle Körner genug Wärme abbekommen. Am Ende dauert es fast eine halbe Stunde bis das Kissen für die Nutzung bereit ist. Wirklich Sinn macht so ein Kissen also nur, wenn man es in Verbindung mit einem Mikrowellengerät benutzt. Damit ist das Kissen schnell und vor allem gleichmäßig aufgewärmt und kann nach 2-3 Minuten genutzt werden. Leider habe ich keine Mikrowelle. Ich liebäugele seit Jahren mit so einem Gerät, würde es aber NUR für die Körnerkissen benutzen. Und das geht mir doch etwas gegen den Strich. Die Körnerkissen geben, wenn sie dann erfolgreich aufgewärmt sind, eine tolle Wärme ab, die schön lange anhält. Bei PureNature gibt es hier eine gute Auswahl.

Ökowärmflasche

Gibt es noch andere Alternativen? Die Wärmflasche von Hugo Frosch vielleicht? Diese Ökowärmflasche wird in Deutschland aus Thermoplast, ohne PVC und ohne Weichmacher hergestellt und ist damit schadstofffrei und ressourcenschonend. Es wird zudem darauf geachtet, dass der Fertigungsprozess nachhaltig ist. Im kalten Zustand ist die Flasche formbeständig und wird erst nach dem Einfüllen von warmem Wasser flexibel. Sie ist völlig geruchsneutral und das Wasser lässt sich gut und sicher in den Sicherheitsverschluss einfüllen und verschließen. Im Shop wird die Flasche für 7,75€ angeboten. Gegen Aufpreis kann die Flasche mit diversen unterschiedlichen Bezügen aufgehübscht werden.

 

Sie ist in der Handhabung schon deutlich härter als die schlabbrigen Weichmacherflaschen. Im warmen Zustand wird sie flexibler, aber wirklich anschmiegen tut sie sich nicht. Mit einem weichen Bezug aus Fleece oder Wolle wird das Gefühl sicher sehr nahe an die herkömmliche Wärmflasche herankommen. Dafür aber völlig ohne Weichmacher. Gefällt mir.

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