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Rasieren – Umweltbewusst und mit Stil

Barthaar ist ein nachwachsender Rohstoff. Auch wenn wir es uns manchmal wünschen würden, es würde eben nicht so schnell nachwachsen. Also her mit dem Rasierer und ab mit dem kratzigen Stoppeln. Aber Rasur ist eben nicht gleich Rasur, wenn es um den Ressourcenverbrauch geht.

 

Einwegrasierer? Das muss nicht sein…

Die Elektrischen Rasierapparate mal außer Acht gelassen, gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die man bei der Rasur beachten sollte. Fast alle modernen Nass-Rasierer basieren auf einem Einweg-System. Entweder der komplette Rasierer ist aus einem Stück Plastik gefertigt und muss komplett entsorgt werden, sobald die Klinge stumpf geworden ist. Oder aber der Griff ist zumindest auf eine längere Nutzung ausgelegt, dafür sind aber die Klingen in auswechselbaren Einheiten montiert. In beiden Fällen muss die Klinge weggeworfen werden. Statistisch entsorgen Männer eine Einwegklinge bereits nach 2-3 Einsätzen. Die Systemklingen halten etwas länger, gelten aber spätestens nach einem Dutzend Rasuren als stumpf. Der Hersteller BIC beziffert den Verkauf von BIC-Einwegrasierern weltweit PRO TAG mit 10 Millionen! Das sind über 3,56 Milliarden Einwegrasierer eines einzigen Herstellers pro Jahr. Dafür musste Erz für den Klingenstahl gewonnen werden, die Klingen geschmiedet, Erdöl raffiniert und als Plastik für den Griff verbaut werden, dazu Verpackung und Transportwege. Und nach drei Rasuren landet alles im Müll… Warum? Aus reiner Bequemlichkeit…

 

Rasierhobel

Es wäre eben mit etwas mehr Aufwand verbunden, einen guten alten Rasierhobel zu verwenden. Der Griff ist meist aus rostfreiem Stahl und für den lebenslangen Gebrauch konzipiert und nur die Klingen (ohne Plastik drum herum) können ausgetauscht werden. Dadurch fällt auch das Recyceln solcher Klingen leichter. Aber es dauert ein paar Sekunden länger eine Rasierklinge einzuspannen, als einfach einen neuen Rasier aus der Verpackung zu nehmen.

 

Rasiermesser, die elegante Variante

Ganz ohne Müllproduktion kommt das Rasiermesser aus. Dieses ist allerdings auch vom Aufwand und Handhabung am wenigsten einfach. Dafür ist die richtig durchgeführte Rasur mit dem Messer aber auch die gründlichste. Und wenn die Klinge stumpf wird, kann sie einfach über einem Lederriemen abgezogen werden oder auf einem feinen Schleifstein neu geschliffen werden. Und im Gegensatz zu einem billigen, gelben Plastik-Rasierer der nach Krankenhaus aussieht, zeigt man so Stil und Todesverachtung! Hier mein kurzer Erfahrungsbericht.

 

Schaum, Gel, Seife, Öl?

Aber bei den Klingen hört es noch nicht auf. Auch bei den Hilfsmitteln kannst Du eine umweltschonendere Möglichkeit wählen. Für eine Dose Rasierschaum muss wieder Metal für die Dose, Plastik für den Sprühmechanismus und Treibgas verbraucht werden. Und nach Gebrauch ist wieder Müll angefallen. Rasierseifen dagegen sind deutlich haltbarer und liefern auch bessere Ergebnisse bei der Nassrasur. Auch hier ist es wieder die Bequemlichkeit, die zur Marktführerschaft für ein klar unterlegenes Produkt führt. Rasierseife kommt eben nicht auf Knopfdruck, sondern muss erst mit dem Rasierpinsel angerührt werden… Ganz ohne Vorbereitung und direkt verwendbar ist Rasier-Öl, dass zudem in einer Glasflasche kommt und hervorragende Rasiereigenschaften hat oder Rasiercreme.

 

Was Du tun kannst:

  • Lass Dir einen Bart wachsen! Bärte sind majestätisch!
  • Vermeide es prinzipiell Einwegprodukte zu verwenden.
  • Wenn Du einen Einwegrasierer benutzt, kannst Du die Lebensdauer durch abziehen verlängern (Siehe:Klingen abziehen)
  • Investiere in ein gutes Rasiermesser. Bedenke das eine Einwegrasierklinge vom Markenhersteller ca 3€ kostet…
  • Vermeide Dosenschaum und -Gels und nutze Alternativen wie Rasierseife oder Öl.

 

LINKS:
Youtube-Anleitung zur Nassrasur mit dem Rasierhobel: Rasierhobel: Wie fange ich an?, Rasieröl, Marktpräsenz BIC

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