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Plastikfrei und Spaß dabei! Interview mit Niclas Wachner

Niclas Wachner

Niclas Wachner ist ein Globetrotter wie er im Buche steht und Ausnahme-Radfahrer. Kein Weg ist im zu weit, um ihn nicht mit dem Rad zu fahren, sei es nach Rom oder Istanbul. Und wenn er gerade nicht auf seinem Rad sitzt, trekkt er mit Rucksack und Zelt durch die Alpen oder Schottland. Dadurch ist er natürlich für unsere Umwelt engagiert und hat sich einem spannendem Experiment unterzogen. Fabian hat sich mit ihm unterhalten!

Hallo Niclas, schön dass Du da bist! Wie Du ja weißt versuchen wir von Tjikko die Probleme anzugehen, die sich durch die fehlende Nachhaltigkeit und die Verschwendung unserer Ressourcen weltweit ergeben. Du hast versucht, etwas zu ändern und hast einen Selbstversuch gestartet. Worum ging es da?

 

Ich habe zwei Wochen lang probiert, so weit wie möglich auf Plastik zu verzichten. Egal ob beim Einkaufen oder im Alltag: mein Ziel war es, den Plastikmüll ganz zu vermeiden.

 

 

Wie bist Du auf die Idee gekommen, so ein Experiment zu starten?

 

Schon seit etlichen Jahren hat es mich gestört, dass im Supermarkt alles einzeln in Plastik verpackt ist und häufig gerade die Bioprodukte in Kunststoff eingewickelt sind. Als ich eines Tages über das Thema mit einer Arbeitskollegin gesprochen habe, erzählte sie mir, dass demnächst in Berlin Kreuzberg ein Laden eröffnen würde, der eben auf alle Kunststoffverpackungen verzichten würde. (Original Unverpackt) Und als ich dann eines Tages den Laden besuchte, war ich so begeistert, dass ich entschloss, für zwei Wochen komplett auf Plastik zu verzichten, um zu sehen inwieweit Kunststoff mein Leben bestimmt.

 

 

Zwei Wochen ohne Plastik, das klingt erstmal gar nicht so schwer. Warum war es das doch?

 

Es war teilweise kompliziert, da Hygieneartikel, wie zum Beispiel Zahnbürsten oder Toilettenpapier kaum unverpackt zu bekommen sind. Auch Fleischwaren sind häufig eingewickelt. Schwierig war es ebenfalls bei Getränken, da ich nur Glasflaschen ohne Plastikschraubverschluss kaufte und Plastikflaschen und Tetrapacks mied. Und als Süßigkeiten gab es nur noch Kekse aus der Blechdose.

 

 

Auf was konntest Du am einfachsten verzichten?

 

Am einfachsten War es auf Plastiktüten zu verzichten. Stattdessen habe ich die noch strapazierfähigeren Baumwollbeutel oder aber Papiertüten verwendet. Unkompliziert war es auch Obst und Gemüse nicht in diese superdünnen Plastiktüten zu wickeln, sondern einfach so in den Korb zu legen.

 

 

Und wo war es unmöglich, ohne Plastik auszukommen?

 

Unmöglich war es wie gesagt bei Hygieneartikeln wie Klopapier, Zahnbürsten oder aber auch Kondome.

 

 

Welche Auswirkungen hatte der Selbstversuch für Dich in diesen zwei Wochen?

 

Ich habe gemerkt, dass ich zum Einkaufen mehrere Supermärkte besuchen musste, da es in einigen Geschäften keine Glasflaschen gab. Das hatte zur Folge, dass ich insgesamt mehr Zeit in Supermärkten verbracht haben und wegen des hohen Gewichts der Glasflaschen wenig mitnahm, dafür aber öfter Einkaufen musste. Das Wichtigste aber war, mich automatisch viel gesünder ernährt zu haben.

 

 

Was fandest Du am überraschendsten dabei?

 

Fast schon erschreckend fand ich, wie viel Plastik für Produkte verwendet wird, die gar nicht zwingend verpackt werden müssten.

 

 

Warst Du froh, als die zwei Wochen vorbei waren?

 

Das nicht unbedingt, da ich nach den zwei Wochen viel von diesem Kaufverhalten beibehalten habe.

 

 

Gibt es etwas das Du nach dem Ende des Experiments beibehalten hast?

 

Nach dem Experiment habe ich weiterhin auf Plastiktüten verzichtet und Baumwollbeutel, Taschen oder meinen Rucksack zum Transport verwendet. Obst und Gemüse kaufe ich auch künftig komplett ohne jegliche Verpackung. Außerdem habe ich in meinem Haushalt mehr Einweckgläser und Blechdosen, die ich für Lebensmittel und andere Dinge gut gebrauchen kann.

 

 

Was möchtest Du denjenigen raten, die ebenfalls Plastik aus ihrem Alltag verbannen möchten?

 

Ich empfehle so einen Selbstversuch ruhig selbst auch mal zu machen, damit einem bewusst wird, wie viel Plastik wir im Alltag verbrauchen. Ansonsten reicht es auch Schritt für Schritt den Plastikkonsum herunterzufahren. Es muss ja nicht sofort und komplett sein!

 

 

Zum Schluss noch eine letzte Frage: Was ist Dir von dem Experiment besonders im Gedächtnis geblieben?

 

Da war ich zum Beispiel lange Zeit auf der Suche nach Nudeln, die ohne Plastik verpackt sein sollten. Erst nach mehreren Märkten habe ich welche gefunden, die nur in einer Pappverpackung steckten. Schön fand ich auch, dass mir mal eine Verkäuferin an der Frischfleischtheke auf meine Bitte hin das Steak nicht in Plastik, sondern in Papier wickelte. Und das dazu mit einem Lachen!

 

Niclas, Danke für das Gespräch und bis bald!

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