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Kein Saft mehr für den Bart – Akkuwechsel beim Rasierer

Wir bleiben beim Thema Rasur, allerdings lässt sich hier vieles auch auf andere Elektro-Geräte anwenden. Schon lange ärgerte ich mich als Bartträger darüber, dass der Akku meines Bartschneiders nur noch für den knappen halben Bart reichte. Gut, um hier und da mal die Seiten zu trimmen, reichte es eben so aus. Aber für jede Rasur den Akku zu laden war enorm nervig und außerdem sehr frustrierend, da das Teil noch keine 3 Jahre auf dem Buckel hat.

 

Da der Akku zudem noch fest verbaut war, überlegte ich mir schon, einen neuen zu kaufen. Aber nur weil die Energieversorgung im Eimer war, das ganze Gerät entsorgen? Scherkopf, Korpus, Elektrik: War doch alles in Ordnung! Also hab ich mir das Ding mal zu Herzen genommen und wollte doch mal sehen, ob man nicht doch etwas tun könnte, Müll und Geld zu sparen. Als erstes löste ich die vier Schrauben, die den Rasierer zusammenhielten. Leider ließ er sich trotz fehlender Schrauben keinen Milimeter öffnen. Ich stellte schließlich fest, dass die Seitenteile nicht nur festgeklippt, sondern sogar noch mit doppelseitigem Klebeband befestigt waren. Somit sollte offenbar verhindert werden, das Gerät zu öffnen. Der Hersteller will natürlich eine Reparatur erschweren, um mehr neue Geräte verkaufen zu können.

 

Jetzt musste noch der Metal-Clip im Scherkopf heruasgezogen werden und man konnte endlich an das Innere. Nun sah ich auch die beiden AAA-Akkus, die mit dem Motor verlötet waren. Also die schnell abgeknipst, zwei neue gekauft (mit knapp 7€ nicht billig, aber billiger als ein neues Gerät, oder?) Dann galt es, nur noch die neuen Akkus an die Kabel zu löten und alles wieder zusammenzubasteln.

 

Jetzt schnurrt er wieder wie ein Kätzchen! Alles in allem eine knappe Stunde und ein paar Euronen investiert, keinen Müll produziert, kein unnötiger Konsum und Spaß hat es sogar auch noch gemacht!

 

Aber bitte dran denken: Wenn eine Reparatur wirklich nicht mehr möglich ist und der Rasierer reif für die Tonne ist, an die korrekte Müll-Trennung denken. Gerät entweder als Elektroschrott zu Wertstoffhof oder aber zerlegt in die Gelbe Tonne. Dann aber unbedingt die Batterien rausnehmen und korrekt entsorgen. Batterien gehören nicht in den Hausmüll!

Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Arbeitsplatz vorbereiten. Benötigt werden: Ein Schlitz- und ein Kreuzschlitzschraubendreher, 2 NiMh-Akkus AAA mit Lötfahnen (mit etwas Tesafilm zusammengeklebt), eine Spitzzange, einen Streifen doppelseitiges Klebeband, etwas Elektronik-Lot. Let’s start!

Remington MB320C mit defektem Akku.

2. Je zwei Schrauben oben vorne und hinten unten mit einem Kreuzschlitzschraubendreher, eine entfernen. Aufpassen, das die Schrauben nicht verloren gehen.

Schraub schraub schraub.

3. Nach Aufklappen des Scherkopfes den Metal-Clip mit einer Zange herausziehen.

Den Metall-Clip vorsichtig entfernen.

4. Mit einen flachen Schraubenzieher vorsichtig die silbernen Seitenteile heraushebeln. Da sie innen mit doppelseitigem Klebeband verklebt sind, besser keine rohe Gewalt anwenden.

Vorsichtig die Verschalung raushebeln.

5. Jetzt lassen sich die beiden Teile des Korpus auseinander nehmen. Zur Not nochmal mit dem Schraubenzieher etwas hebeln.

Jetzt geht's ans Eingemachte.

6. Mit etwas Gefühl die Platine über dem Akku nach oben abnehmen. Da sie ebenfalls mit dem Akku verklebt ist, geht das am Anfang etwas schwer.

Die Platine abheben um and die akkus zu kommen.

7. Der Akku ist mit den beiden Kabeln verlötet. Entweder jetzt schon mit dem Lötkolben das Lot verflüssigen oder einfach abknipsen. Man sollte sich aber gleich merken, welches Kabel zu welchem Pol gehört. (In diesem Fall schwarz=positiv.)

Die alten Akkus... raus damit!

8. Da jetzt alles so schön auseinander gebaut ist, die Gelegenheit nutzen das Gerät mal so richtig von alten Barthaaren zu entfernen. So schnell kommt man da nicht wieder dran. (Und hier war es auch bitter nötig…)

Alles zerlegt, alles bereit für de Reparatur!

9. Die beiden neuen Akkus miteinander verlöten (Plus mit Minus-Pol natürlich!) und dann wieder an die Kabel montieren. (Und aufpassen: Der Lötkolben ist ganz schön heiß ;-)

Die neuen Akkus festlöten.

10. Schon fast alles geschafft! Jetzt nur noch in umgekehrter Reihenfolge alles wieder zusammen basteln. Die neuen Akkus habe ich ebenfalls mit doppelseitigem Klebeband befestigt, damit sie nicht im Inneren lose herumfliegen. Um den Metal-Clip zu befestigen, bietet es sich an den Scherkopf komplett abzunehmen. E ist aber trotzdem das Fummeligste bei der ganzen Angelegenheit…

Die neuen Akkus sind bereit!

11. Nun das Oberteil wieder aufsetzen, Seitenteile festklippen, Schrauben rein und: TADAAAA!!! Fast wie neu! Jetzt gibt’s nen Keks!

Alles top!

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