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Faire Klamotte

Natürlich ist es jedem freigestellt, welche Klamotten er am liebsten anzieht und was er oder sie dafür auf den Ladentisch legen möchte. Aber wenn man sich die aktuellen Angebote von KIK (5,99€) oder gar Primark (2,50€) für ein schlichtes weißes T-Shirt anschaut, dann sollte noch dem letzten klar sein, dass hier irgendjemand oder irgendetwas auf der Strecke bleibt. Sei es nun die Näherin die für magersten Taler das Hemd genäht hat oder die Natur die gigantische Monokulturen von Baumwolle ertragen muss. Von den Auswirkungen giftiger Färbemittel oder Pestizide ganz zu schweigen.

 

Ich denk mir nur immer: wenn ich ein T-Shirt nähen könnte, wie viel würde ich dafür verlangen wenn es jemand kaufen wollte? Und so viel bin ich dann auch bereit für meine Kleidung auf den Tisch zu legen. Jeder sollte von seiner Hände Arbeit LEBEN können!

 

Das die Kosten für ein T-Shirt mehr betragen müssen als zweifuffzich, ergibt sich ja von selbst, wenn man bedenkt, was alles dranhängt, an so ’nem Hemdchen:

 

Man braucht Land für das Baumwollfeld, Saatgut, Bewässerung, Dünger und Pflanzenschutzmittel, Personal für die Ernte und Verarbeitung, Designer und Weber, Färber und Näher, natürlich auch Farben und Nähmaschinen, Miete, Strom, Lagerplatz und Verpackung, globaler Transport, ein Laden und Verkäufer… Das da kein Spielraum bleibt für nachhaltige Produktion, faire Gehälter und ein sauberes Gewissen, wundert mich nicht im Geringsten.

 

Was können wir also tun, um hier einen Unterschied zu machen? Als erstes fange ich bei mir selbst an. Brauche ich wirklich fünf Hosen oder komme ich auch mit dreien gut aus? Sieben Hemden oder doch nur 5? Ich möchte keinen Konsumverzicht predigen, aber man sollte schon genau wissen, ob es wirklich notwendig ist, sich monatlich eine neue Garderobe zuzulegen. Ein gutes Baumwollhemd mit über 150gr/cm2 hält mindestens 10 Jahre. Das hat sich schnell amortisiert. Also auch wenn die faire Kleidung ein paar Euronen mehr kostet, kann man davon ausgehen, dass sie auch einfach länger gut aussieht, nicht ausleiert oder die Nähte aufgehen.

 

Aber viel wichtiger ist es doch, dass ich ein Hemd trage, auf das ein Schneiderin, ein Näher, ein Designer stolz sind. Ein Hemd in dem keine Giftstoffe stecken, für das kein Wald gerodet wurde und das auch noch in ein paar Jahren gut aussieht!

 

Und selbst wenn doch mal irgendwo ein Loch im Stoff sein sollte, lässt es sich meist fast spurlos stopfen. Wie das geht, werde ich demnächst genauer erklären. Auch kaputte Reißverschluss-Zipper lassen sich meist binnen Sekunden austauschen. Wenn die Regenjacke sich mit Wasser vollsaugt, kann man ganz einfach selbst die Imprägnierung erneuern.

 

Natürlich möchte ich auch nicht eine Dekade lang mit den gleichen 3 T-Shirts herumlaufen. Früher später muss eben doch mal etwas frischer Wind in den Kleiderschrank. Das das aber auch fair vonstatten gehen kann, zeigen diverse Shops und Marken, die sich eben genau auf das spezialisiert haben: fair gehandelte Kleidung!

Faire Shops für faire Kleidung:

 

Armedangels
www.armedangels.de

Super Shop mit Bekleidung, von schlicht bis stylisch, für sie und ihn und dazu noch alles fair gehandelt. Toll!

 

„Hungerlöhne und Kinderarbeit? Wir schaffen die Alternative. Denn bei uns ist Mode schön und fair. Fair gegenüber den Menschen, ohne die das alles nicht möglich wäre: Unseren Mitarbeitern. Egal ob Deutscher, Marokkaner, Portugiese oder Inder: Wir sind ein Team. Deshalb haben wir den Anspruch jedem Einzelnen eine gerechte Bezahlung und sichere Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.“

 

 

AvocadoStore
www.avocadostore.de

Das online-Kaufhaus für alle die es lieber fair mögen. Von Damen/Herren/Kinder-Mode über Wohnaccessoires bis zum Bambus-Fahrrad und der Stereoanlage. Hier findet sich fast alles!

 

„Um mehr Transparenz zu schaffen, muss jedes bei Avocado Store verkaufte Produkt mindestens eines unserer zehn Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Damit sorgen wir für Transparenz und unsere Kunden können sich sicher sein, dass das gekaufte Produkt nachhaltig ist.

Mit einem Kauf auf Avocado Store tauschen Sie nicht einfach Geld gegen Ware. Sie unterstützen damit auch nachhaltige Wirtschaftskonzepte, schonen die Umwelt und sorgen für faire Löhne.“

 

 

Ecoalf
www.ecoalf.com

Ein ganz fantastisches Projekt, aus Plastikmüll in den Ozeanen neue Kleidung zu machen. Ecoalf nutzt alte Fischernetze, Plastikflaschen und Reifen um funktionale und trendige Klamotten herzustellen! Unbedingt mal reinschauen!

 

„Our goal is to create the first generation of recycled products with the same quality, design and technical properties as the best non-recycled products to show that there is no need to use our world’s natural resources in a careless way.“

 

 

Greenalty – organic clothing
www.greenality.de

Gelungene Auswahl von Bekleidung, Schuhen und Accessoires. Die meisten großen Bio-Labels sind vertreten. Wer nach fairer Kleidung sucht, ist hier richtig!

 

„Auf die miserablen Zustände in der Textilindustrie haben wir keinen Bock mehr, wir wollen’s fair! Hungerlöhne, Kinderarbeit und Ausbeutung sind völlig daneben. Darum werden die Näher und Näherinnen sowie die Baumwoll-Bauern unserer Hersteller fair bezahlt, haben geregelte Arbeitszeiten und einen festen Arbeitsvertrag.

Wer mit dem Begriff „Bio“ nur Gesundes aus dem Obstsortiment und den Ökohippie von zwei Straßen nebenan assoziiert, sollte seine Ohren spitzen! Ja, es gibt auch Bio-Klamotten. Und die kommen ohne Umweltzerstörung, Gentechnik und chemischer Düngung aus. Gute Sache, oder?“

 

 

Fjällräven – Numbers collection
www.fjallraven.com

Fjällräven, der bekannte Outdoor-Hersteller, ist ohnehin schon sehr darauf bedacht, den ökologischen Fußabdruck bei der Produktion gering zu halten. Bei der Numbers-Serie wird zusätzlich noch auf beste Verarbeitung, kurze Produktionswege und Umweltverträglichkeit geachtet.

 

„With the Numbers Series we have brought to life an idea about state of the art outdoor clothing. All materials and details have been carefully selected to minimize environmental impact and to ensure that the garments will withstand many long journeys into in the wilderness. Numbers garments are also constructed so that it is easy to repair and replace exposed details which may wear out before the garment does as a whole.“

 

 

Kuyichi
www.kuyichi.com

Top-Mode für sie und ihn aus fairen Materialien und fairer Herstellung. Lohnt sich einen Blick drauf zu werfen.

 

„We started the organic revolution as being the first brand to produce organic jeans, and we still are. We want to be innovative in many ways, not only in our collections, but also on a sustainable level. Embracing the principle of the recycling process and aiming for a completely closed-loop collection. We’re happy to see that we raised the bar for many companies around us and hope to inspire many more to come.“

 

 

Manufaktum
www.manufactum.de

Manufaktum macht sich schon seit Jahren einen Ruf damit, nur wirklich hoch qualitative Ware zu verkaufen, bei der man sich verlassen kann, dass so schnell nichts kaputt geht.Und wenn doch, ist es eben kein Palstikschrott, der sich nciht mehr reparieren lässt. Eben gute, alte Qualität.

 

„Wir haben uns vorgenommen, Dinge zusammenzutragen, die in einem umfassenden Sinne gut sind, nämlich nach hergebrachten Standards arbeitsaufwendig gefertigt und daher solide und funktionstüchtig, aus ihrer Funktion heraus materialgerecht gestaltet und daher schön, aus klassischen Materialien (Metall, Glas, Holz u.a.) hergestellt, langlebig und reparierbar und daher umweltverträglich.“

 

 

Monagoo
www.monagoo.com

Auch bei Monagoo finden sich so gut wie alles. Wer nach Kleidung sucht wird hier auf jeden Fall fündig, sogar spezielle Sportbekleidung ist hier zu kriegen. Aber auch alles Mögliche für die Wohnung oder was man sonst noch braucht.

 

„Wir überprüfen alle Produkte und Hersteller auf konsequente Nachhaltigkeit. Keine Kompromisse und kein Aufrechnen – nur was konsequent sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig ist, wird verkauft.

Wir glauben an Mündigkeit und an Verantwortung. Wir schaffen Transparenz und Alltagstauglichkeit.“

 

 

Mr. und Mrs. Green
www.mr-mrs-green.com

Große Auswahl an Klamotten, von lässig bis schick. Shirts, Hosen und sogar Schuhe sind hier zu bekommen!

 

„Mr. & Mrs. Green ist Ihr Online-Shop für nachhaltig und fair produzierte Business Kleidung und Freizeitmode mit hohem Tragekomfort. Unser Sortiment umfasst Hemden, Blusen, Shirts, Pullover, Kleider, Hosen, Gürtel, Schuhe, Accessoires und Basics ausgewählter Marken-Hersteller, die für ökologisch saubere Materialien und nachhaltiges Handeln stehen. Wir achten auf Qualitätssiegel wie IVN Best, GOTS oder Naturland und Standards wie Fairtrade oder regionale Produktion.“

 

 

Nudie Jeans
www.nudiejeans.com

Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf Jeans und Denim. Mittlerweile sind aber auch Jacken und Shirts zu habe. Besonderes Augenmerk verdienen die Reparatur-Services von Nudie und die Möglichkeit, alte Jeans abzugeben, die dann (komplett überarbeitet) als Second-Hand-Ware wieder in den Verkauf gehen.

 

„We do not envisage a trade-off between profit and people, or between manufacture and environmental responsibility. These issues are major factors in our choice of suppliers.

As with most other clothing brands, we don’t own the factories in which our clothing is made. However, together with the garment factories we collaborate with, we bear the responsibility to provide a safe, fair and ethical working environment for all the people who are involved in the manufacture of our clothes.“

 

 

Sey
www.sey-fashion.com

Nicht die allergrößte Auswahl, die hat es dafür aber in sich. Klassische Jeansstoffe aus fairem Anbau!

 

„Das Premium-Jeanslabel SEY® Organic Jeans schafft mit der Einhaltung strenger ökologischer und sozialer Standards sowie hoher Qualitätsansprüche an Design, Passform und Material die perfekte Verbindung von Modebewusstsein mit Verantwortungsgefühl.“

 

 

Waschbär – der Umweltversand
www.waschbaer.de

Schon seit Jahrzehnten ist Waschbär die Institution für ölologisch unbedenkliche Artikel. Ebenfalls ein Voll-Sortimenter ist hier alles zu finden, was man so zum Leben und Wohnen braucht. Kleidung wird ebenso selbstverständlich angeboten wie Hygieneartikel oder Telefone.

 

„Waschbär-Mode ist aus reiner Wolle, Baumwolle, Leinen, oder feinster Seide. Kunstfasern kommen für uns grundsätzlich nicht in Frage. (…)

Wir möchten, dass Sie sich in Waschbär-Mode rundum wohl fühlen können. Dazu gehört auch, dass Sie durch die Stoffe die bei der Herstellung und Weiterverarbeitung der Rohmaterialien zum Einsatz kommen, auf keinen Fall zusätzlich belastet werden. Deshalb tolerieren wir keine Pestizide oder andere Rückstände. Genauso tabu sind gesundheitsschädliche Farben, aus denen sich Schwermetalle herauslösen können. Optische Aufheller werden möglichst vermieden, und die Ausrüstung der Stoffe muss frei sein von Formaldehyd und Glyoxal.“

 

 

Zündstoff – fair organic clothing
www.zuendstoff-clothing.de

Zündstoff achtet ganz besonders auf die faire Produktion ihrer Angebote. Wer sich also ein paar neue Shirt, Hosen oder Hoodies zulegen möchte, sollte dem Shop mal einen Besuch abstatten!

 

„Uns reicht es nicht, wenn Sachen ‚lediglich bio‘ sind. Bei zündstoff ist sämtliche Kleidung fair produziert.

Fast alle haben schon mal von schlechten Arbeitsbedingungen der Näherinnen, Kinderarbeit im Baumwollanbau oder Feuern in Fabriken mit mehr als hundert Toten gehört. Auch wir haben vor ungefähr zehn Jahren angefangen, uns mit diesen miesen Arbeitsbedingungen zu beschäftigen. Recht schnell sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass sich daran etwas ändern muss. Da ein großer Teil der weltweit produzierten Kleidung für ‚uns hier in Europa‘ hergestellt wird, tragen wir einen Teil der Verantwortung für gute oder schlechte Bezahlung, Gesundheit und Krankheit der Produzierenden.“

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