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Bäume pflanzen durch die Internetsuche

Jede einzelne Anfrage einer Suchmaschine im Internet kostet Energie in Form von Strom. Das ist zwar sehr theoretisch, aber praktisch wird mehr benötigt, als der Stromverbrauch des eigenen Computers. Um die Suche auszuführen, bzw. die Suchergebnisse bereitzustellen, werden riesige Serverparks und Datenautobahnen unterhalten, die einen enormen Stromverbrauch haben. Der weltweite Stromverbrauch 2015 für die Informations- und Kommunikationsbranche wird von Siegfried Behrendt, vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, auf deutlich mehr als 5% des Gesamtstromverbrauches geschätzt. Diese 5% sind etwa 31 Terawattstunden und entsprechen dem Stromverbrauch von ganz Deutschland aus dem Jahr 1950. Ein anderer Vergleich um die Größe richtig einzuordnen zu können: Ganz Berlin hat 2010 mit 74 Terawattstunden etwa doppelt so viel Strom verbraucht.

Was kostet eine Suche?

Wenn man den Gesamtenergieaufwand von Google auf eine einzige Suche runterrechnet, werden laut amerikanischen Forschern, 4 Watt Strom benötigt und damit 2 Gramm CO2 produziert. Mit diesem Strom könnte man eine Energiesparlampe für eine Stunde betreiben. Eine Auktion bei Ebay würde sogar 18 Gramm CO2 produzieren und eine Leuchtdauer von 9 Stunden bedeuten.

Es gibt Alternativen

Mit 95% aller Suchanfragen ist Google der Platzhirsch und hat es so weit gebracht hat, dass diese Marke ein Begriff für eine ganze Gattung geworden ist. Wir googeln nach offenen Fragen und fragen Tante Google, als sei es eine allwissende Person. Übrigens steht das Verb googeln seit 2006 offiziell im Duden. Andere Suchmaschinen spielen prozentual kaum mehr eine Rolle. Durchblicken oder hinterfragen wir noch die Gebaren dieses Internetriesen?

 

Natürlich gibt es diverse Alternativen zu Google. Viele andere Suchmaschinen versuchen nicht in die direkte Konkurrenz zu treten, sondern spezialisieren ihr Angebot. Zum Beispiel wirbt ixquick damit, die diskreteste Suchmaschine der Welt zu sein, Ask.com bietet ihr Angebote vorrangig im amerikanischen Bereich an und DuckDuckGo will vor allem die Privatsphäre der Nutzer schützen – um nur drei andere Suchmaschinen zu nennen.

Ökologisch Suchen

Wir möchten hier eine weitere Suchmaschine vorstellen, die sich um ihren ökologischen Fingerabdruck kümmert. Die Firma Ecosia, mit Sitz in Wittenberg (Sachsen-Anhalt), wirbt mit dem Untertitel „Mit der Suche im Web die Umwelt schützen“. Die Suchergebnisse, und das ist nun mal das wichtigste einer Suchmaschine, basieren auf Ergebnissen von Yahoo und Bing, die zusätzlich durch eigene Algorithmen verbessert werden. Ecosia neutralisiert die bei der Suche entstehenden CO2-Emissionen indem sie mindestens 80% ihres Einnahmeüberschusses für das Pflanzen von Bäumen spenden. Alle Bescheinigungen der Spenden an die Projektpartner werden veröffentlicht, damit eine vollständige Transparenz gewährleistet wird.

 

Die Erfahrung mit Ecosia zeigt, dass die Suchergebnisse im Vergleich zu Google geringfügig anders sind – aber doch sehr nah dran. Meist ist die Reihenfolge etwas anders, aber ich habe noch alles gefunden. Beispielsweise ist bei der Suche nach „Tjikko“ das Ergebnis für unseren Blog bei Google auf Platz 3 und bei Ecosia auf Platz 1. Ein Grund mehr Ecosia zu benutzen. Während der Suche sieht man oben rechts im Browser sehr schön plakativ, wie viele Bäume während der Suchanfragen mit anderen Benutzern „gepflanzt“ wurden. Nettes Gimmick.

 

Für die gängigen Browser gibt es eine Erweiterung, die beim ersten Aufrufen der Seite www.ecosia.org oben in der Menüleiste angeboten wird. Mit der Installation ist Ecosia dann in der normalen Suchleiste, bzw. Suchfeld des Browsers integriert und ersetzt die bisherige Suchmaschine, bzw. erweitert das Angebot.

 

Laut eigenen Angaben von Ecosia nutzen 2.485.024 Personen die Suchmaschine und stellen täglich 720.044 Suchanfragen. Durch die durchschnittlichen Einnahmen pro Suchanfrage von 5 Cent wird alle 24 Sekunden ein Baum gepflanzt. 2.530.192 Bäume wurden bereits erfolgreich gepflanzt.

 

Mehr Infos unter
www.ecosia.org/what

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